Zu Ende mit der schönen Zeit

Kommenden Montag beginnt der Alltag. Wir waren nun drei Wochen zusammen, so lange und so eng wie noch nie eigentlich. Angela war zu hause und kommt am Montag zurück.

Sie hat sich irgendwie erholt, hat mehr kraft, kann schon früh nachmittags aufstehen und sitzt dann im Rollstuhl, später im Sessel. Vor Weihnachten war die Heilpraktikerin hier, seit dem ging es ihr besser. Sie schreit nicht mehr so ausdauernd, jammert ein bischen und hat manchmal auch gut Laune. Nachts schläft sie etwa besser. Man kann nicht sagen, wie weit die Demenz ist; dazu müßte sie sich ein wenig aüßern können. Aber ich habe den Eindruck, daß sie Dinge in wenigen Minuten wieder vergißt. Sie ißt normal, es dauert zwar lange und zwischendurch döst sie manchmal fast weg, aber sie hat nicht weiter abgenommen. Sie hört gern die CD mit den Weltschlagern und entspannt sich dabei schön. Auch die Comedian Harmonists kommen gut an.

Eben ist die Tochter wieder nach Hause gefahren und ich fühle mich das erste mal einsam mit ihr zu hause. Deshalb gleich für nächsten Sonntag alte Freunde zum Kaffee eingeladen.

Es war gut nochmal mit ihr allein zu sein. Fast nur für sie da zu sein und dafür richtig Zeit zu haben. Keine Hektik.

 

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